Beide Geräte sehen sich auf den ersten Blick ähnlich, tragbar, wasserdicht, im praktischen Koffer mit Kalibrierlösungen. Beim genauen Hinsehen liegen zwischen dem PH20 und dem PH60 aber deutliche Unterschiede bei Genauigkeit, Messbereich und Funktionsumfang, die je nach Anwendungsfall den Ausschlag geben.

Auf einen Blick
| PH20 | PH60 | |
|---|---|---|
| Preis | 83,30 € | 124,95 € |
| pH-Messbereich | 0 bis 14,0 | -2,00 bis 16,00 |
| Genauigkeit pH | ±0,1 pH | ±0,01 pH |
| Auflösung pH | 0,1 pH | 0,01 pH |
| Zusatzmessung | nur Temperatur | Temperatur, ORP mit Elektrodentausch |
| Kalibrierung | 1- bis 3-Punkt, automatisch | 1- bis 3-Punkt, automatisch |
| Schutzklasse | IP67 | IP67 |
| Stromversorgung | 4 x AAA, bis zu 1000 Std. | 4 x AAA, bis zu 1000 Std. |
Die wichtigsten Unterschiede
Genauigkeit und Messbereich
Das PH20 misst mit einer Genauigkeit von ±0,1 pH im klassischen Bereich von 0 bis 14. Für die meisten Alltagsanwendungen reicht das völlig aus. Das PH60 misst mit ±0,01 pH zehnmal genauer und deckt zusätzlich den erweiterten Bereich von -2,00 bis 16,00 ab, relevant etwa bei stark sauren oder stark basischen Lösungen ausserhalb des normalen Wasserbereichs.
Zusatzfunktion ORP
Der grösste funktionale Unterschied: Das PH60 kann zusätzlich zum pH-Wert auch das Redoxpotential (ORP) messen, das PH20 misst ausschliesslich pH und Temperatur. Dafür reicht beim PH60 allerdings nicht die mitgelieferte pH-Elektrode, sondern es braucht die austauschbare ORP60-E Elektrode, die separat erhältlich ist. Wer neben dem pH-Wert auch die Desinfektionskraft von Wasser einschätzen will, etwa im Pool oder in der Aquakultur, braucht also das PH60 plus die passende Elektrode, oder gleich ein reines ORP-Messgerät.
Preis und Einsatzbereich
Mit 83,30 € liegt das PH20 deutlich unter dem PH60 mit 124,95 €. Der Aufpreis lohnt sich vor allem dann, wenn die höhere Genauigkeit oder die ORP-Funktion tatsächlich gebraucht werden, nicht als generelles Upgrade.
Für wen eignet sich das PH20
Das PH20 passt gut für Hobby-Anwendungen wie Aquaristik oder den Gartenteich, bei denen eine gelegentliche, unkomplizierte Kontrolle des pH-Werts ausreicht. Auch für den Einstieg oder als Zweitgerät ist es durch den niedrigeren Preis eine solide Wahl, solange keine ORP-Messung nötig ist.
Für wen eignet sich das PH60
Das PH60 eignet sich für professionelle Anwendungen mit hohem Präzisionsbedarf, etwa in der Hydrokultur, im Labor oder überall dort, wo mit der optionalen ORP60-E Elektrode auch das Redoxpotential eine Rolle spielt. Wer regelmässig misst und Wert auf belastbare, feinere Messwerte legt, ist mit dem PH60 besser bedient.
Fazit
Für den gelegentlichen Einsatz im Aquarium oder Gartenteich reicht das PH20 aus und spart Geld. Braucht es höhere Genauigkeit oder, mit der zusätzlichen ORP60-E Elektrode, auch die ORP-Messung, etwa im professionellen oder halbprofessionellen Bereich, ist das PH60 die bessere Wahl. Wer zusätzlich eine Bluetooth-Anbindung an die ZenTest-App möchte, findet mit dem PH60-Z eine smarte Variante mit denselben Messwerten wie das PH60.
Häufige Fragen
Ist das PH60 auch für Anfänger geeignet oder nur für Profis?
Ja, die Bedienung unterscheidet sich kaum vom PH20, die automatische Kalibrierung funktioniert bei beiden Geräten gleich einfach. Der Unterschied liegt in der Messqualität, nicht in der Komplexität.
Kann ich mit dem PH20 auch den Redoxpotential (ORP) messen?
Nein, das PH20 misst ausschliesslich pH-Wert und Temperatur und ist nicht mit einer ORP-Elektrode kompatibel. Für ORP-Messungen ist mindestens das PH60 mit passender Elektrode oder ein reines ORP-Messgerät nötig.
Braucht das PH60 für die ORP-Messung ein Zubehörteil?
Ja. Die mitgelieferte pH-Elektrode misst nur pH und Temperatur. Für die ORP-Messung muss die austauschbare ORP60-E Elektrode separat angeschafft und eingesetzt werden, sie ist auch mit PH60S und PH60F kompatibel.
Lohnt sich der Aufpreis vom PH20 zum PH60?
Das hängt vom Anwendungsfall ab. Wer nur gelegentlich im Hobbybereich misst, spart mit dem PH20 Geld. Wer höhere Genauigkeit oder, mit zusätzlicher Elektrode, die ORP-Funktion braucht, holt den Aufpreis über die zusätzliche Messqualität wieder herein.
Wie oft müssen beide Geräte kalibriert werden?
Beide Modelle unterstützen eine automatische 1- bis 3-Punkt-Kalibrierung. Empfohlen wird eine Kalibrierung vor jeder wichtigen Messreihe oder mindestens einmal pro Woche bei regelmässigem Einsatz.
Was ist der Unterschied zwischen PH60 und PH60-Z?
Das PH60-Z misst dieselben Werte wie das PH60, verbindet sich aber zusätzlich per Bluetooth mit der ZenTest-App, um Messwerte zu protokollieren und auszuwerten.



