Industrie Elektroden

Die IndSen Serie misst dort weiter, wo Laborelektroden aufgeben: in heißen, korrosiven, feststoffhaltigen oder sterilisierten Medien. Glasmembran, Diaphragma, Bezugssystem und Elektrolyt werden für jede Anwendung einzeln ausgelegt, deshalb gibt es nicht eine Industrie-Elektrode, sondern eine passende.

Alle Industrie-Elektroden fertigen wir auf Bestellung. Sagen Sie uns, was Sie messen, und Sie erhalten eine Empfehlung mit Angebot. Wenn Sie einzelne Ionen statt pH oder Redox messen wollen, führt der Weg zu unseren ionenselektiven Elektroden.

IndSen Inline-Elektroden im Prozesseinsatz

Industrie-Elektroden konfigurieren wir gemeinsam mit Ihnen, deshalb finden Sie sie nicht im Online-Shop. Medium, Temperatur, Druck, Prozessanschluss, Kabellänge und Temperaturfühler bestimmen die richtige Ausführung. Schildern Sie uns Ihre Messstelle, wir schlagen die passende Elektrode vor und senden ein Angebot.

Wo IndSen Elektroden eingesetzt werden

Gegenüber der Labormessung stellt die Inline-Prozessüberwachung deutlich höhere Anforderungen an Stabilität, Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Diese sechs Bereiche decken den Großteil der Anfragen ab.

  • Wasseraufbereitung: Trinkwasser, Kühlwasser, Neutralisation, Reinwasser mit geringer Ionenstärke und Messungen bei tiefen Temperaturen bis -30 °C.
  • Abwasser: kommunales und industrielles Abwasser, flusssäurehaltige Abwässer, Schwermetallfällung und Schlammentwässerung.
  • Chemie: chemische Produktion, Galvanik, Chlor-Alkali-Industrie, Farbstoffe, Erdölraffination, Zellstoff und Papier, Rauchgasneutralisation und Entschwefelung.
  • Pharma und Biotechnologie: Biopharmazeutika in Upstream und Downstream sowie chemische Pharmazie, mit In-situ-Sterilisation und Autoklavierung bis 140 °C.
  • Lebensmittel und Getränke: Getränke und Alkohol, Milchprodukte, Joghurt und Käse, Zucker und Stärke, Hefe sowie Cleaning in Place.
  • Umwelt: dauerhafte pH-Messung in Oberflächenwasser und industriellen Abwässern, auch mit robustem PPS-Gehäuse.

Vier Bauteile bestimmen, ob die Messung im Prozess hält

Glasmembran, Diaphragma, Bezugssystem und Bezugselektrolyt werden bei IndSen Elektroden für jede Anwendung einzeln kombiniert. Wer diese vier Bauteile richtig wählt, spart sich später Wartung und Ausfälle.

Typen der Glasmembran

Die pH-sensitive Glasmembran erfasst die H+-Aktivität in der Lösung. Glasrezeptur und Membranform gehören zu den Kerntechnologien der pH-Elektrode. Die IndSen Membranen entstehen auf der Glasdrehbank mit verstärkter Wandung und sind 10-mal stabiler als bei üblichen pH-Sensoren.

MembranEigenschaftTypischer Einsatz
HAMinimaler AlkalifehlerHohe pH-Werte und hohe Temperaturen
LMöglichst niedrige ImpedanzLösungen mit geringer Ionenstärke oder niedriger Temperatur
HFFlusssäurebeständigFlusssäurehaltige Lösungen
PHYStabilste Membran, temperatur- und chemikalienbeständigSterilisation und Autoklavierung

Als Formen stehen kugelförmig, halbkugelförmig, zylindrisch, flach, oliv und spitz zur Verfügung. Zylindrische und olivenförmige Membranen vergrößern die Oberfläche und senken die Impedanz, flache und spitze Formen erfüllen besondere Einbauanforderungen.

Diaphragmatypen

TypVerhaltenGeeignet für
KeramikPoröses Keramikmaterial, geringer Elektrolytausfluss, anfällig für Verschmutzung und VerstopfungWasseraufbereitung, Kläranlagen, industrielle Prozesse
Offenes DiaphragmaFester Polymerelektrolyt in unmittelbarem Kontakt zur Messlösung, verstopfungsfrei und wartungsfreiStark verschmutzte Medien wie Lacke, Öle und Suspensionen
PTFE-RingPoröser PTFE-Ring, wasserabweisend, beständig gegen Korrosion und hohe TemperaturenStark verschmutzte, anhaftende oder ölhaltige Medien

Bezugssysteme

  • Langzeit-Bezugssystem: der Bezugselektrolyt enthält keine Silberionen. So bleibt die Reaktion mit Sulfiden oder Proteinen in der Messlösung aus, die das Diaphragma verstopfen würde.
  • Ag+-Falle: bindet austretende Silberionen und hält den Bezugselektrolyten frei von Ag+. Sulfid- und aminosäurehaltige Proben können das Bezugssystem nicht mehr vergiften.
  • Langer Diffusionsweg: ein langer Diffusionsweg und ein nicht fließendes zweites Bezugsmedium verzögern die Diffusion von Verunreinigungen erheblich und halten das Bezugspotential stabil.

Bezugselektrolyte

  • Polymerelektrolyt mit offenem Diaphragma: direkter Probenkontakt, druckfest bis 6 bar, geeignet für nahezu alle Messaufgaben einschließlich ölhaltiger, proteinhaltiger und niedrig ionischer Proben sowie Suspensionen.
  • Vorgespanntes Gel: der Innendruck lässt laufend kleine Elektrolytmengen austreten und reinigt das Diaphragma. Beim Schweizer Patentverfahren drückt der Innendruck das Gel in eine Glaskapillare, sodass sich der Druckwert von außen ablesen lässt.
  • Elektrolyt mit Salzreserve: in gering leitfähigen Medien driftet eine übliche gelgefüllte Elektrode um etwa 15 mV pro Woche. Mit Salzreserve sind es rund 0,4 mV pro Woche.

Inline-pH-Elektroden im Überblick

Alle Serien sind mit den Kabelanschlüssen Cab, S3, S8, P8 und VP erhältlich, der Prozessanschluss ist PG13.5, die Ausführung mit Silikonkappe hat keinen Prozessanschluss. Als Temperaturfühler stehen Pt1000, Pt100 und NTC zur Wahl.

IndSen 912 und 931, für Oberflächenwasser und Abwasser

Für Oberflächenwasser, Abwasser und stark alkalische Lösungen. Das Doppeldiaphragma der 912 verhindert Verschmutzung, die 931 arbeitet mit offenem Diaphragma und Polymerelektrolyt ohne Verschmutzungsrisiko. Beide nutzen die alkalibeständige HA-Membran.

MerkmalIndSen 912IndSen 931
pH-Bereich0 bis 14 pH
Temperatur0 bis 100 °C0 bis 80 °C
Druck6 bar
BezugssystemLangzeit-BezugAg+-Falle
DiaphragmaKeramik ×1offen ×2
ElektrolytGel II und ZweitdiaphragmaPolymer I
MembranHA
Schaft120 mm × 12 mm, bleifreies Glas
BeispielmodelleIndSen 912-Cab/3, IndSen 912-S8, IndSen 931-Cab/3, IndSen 931-MP4-Pt1000

IndSen 915, 925, 917 und 919, für Reinwasser und tiefe Temperaturen

Für niedrige Temperaturen, Lösungen mit geringer Ionenstärke und Reinwasser. Die L-Glasmembran mit sehr niedriger Impedanz liefert auch dort stabile Werte, wo Standardmembranen driften. Die 917 friert dank Gel III bei -30 °C nicht ein.

MerkmalIndSen 915IndSen 925IndSen 917IndSen 919
pH-Bereich0 bis 11 pH
Temperatur-5 bis 80 °C-5 bis 80 °C-30 bis 80 °C-5 bis 80 °C
Druck6 bar6 bar6 bar10 bar
BezugssystemLangzeitLangzeitLangzeitAg+-Falle
DiaphragmaKeramik ×3PTFE-RingKeramik ×1Keramik ×1
ElektrolytGel und ZweitdiaphragmaGel, Zweitdiaphragma und SalzreserveGel und ZweitdiaphragmaVorgespanntes Gel III
MembranL, Impedanz 50 MΩ
Schaft120 mm × 12 mm, bleifreies Glas

IndSen 933, 934 und 941, für stark saure, heiße und viskose Medien

Die 933 mit HF-Membran ist flusssäurebeständig, die 934 deckt mit HA oder PHY Galvanikbäder und hohe Temperaturen bis 130 °C ab, die 941 arbeitet mit vorgespanntem Gel bei hohen Drücken und viskosen Flüssigkeiten. Alle drei nutzen die Ag+-Falle gegen Vergiftung durch sulfid- oder aminosäurehaltige Lösungen.

MerkmalIndSen 933IndSen 934IndSen 941
pH-Bereich0 bis 11 pH0 bis 13 pH0 bis 14 pH
Temperatur0 bis 80 °C0 bis 130 °C0 bis 100 °C
Druck6 bar10 bar6 bar
Diaphragmaoffen ×2offen ×2Keramik ×1
ElektrolytPolymerPolymerVorgespanntes Gel
MembranHFHA oder PHYHA
Schaft120 mm × 12 mm, bleifreies Glas

IndSen 405, für Biotechnologie und Pharma

Der vorgespannte Elektrolyt verhindert das Eindringen von Prozessmedium in das Bezugssystem, die Elektrode übersteht wiederholte Sterilisation und Autoklavierung bei 130 °C. Messbereich 0 bis 12 pH, Betriebstemperatur 0 bis 100 °C, Druck 2,5 bar, Anschluss K8S oder S8 mit Prozessanschluss PG13.5, Bezugssystem Ag+-Falle mit Keramik ×1, HA-Membran, Schaft 120 oder 225 mm × 12 mm aus bleifreiem Glas. Ausführungen: IndSen 405-P-120-K8S, 405-P-225-K8S, 405-P-120-S8 und 405-P-225-S8. Die Endung P steht für das Schweizer Patentverfahren, G für das Standardverfahren.

IndSen 3253 und 3253S, sterilisierbar bis 140 °C

Für Life Science und Pharmaindustrie, mit integriertem Temperatursensor. PHY-Membran und vorgespanntes Gel überstehen wiederholte Sterilisation bei bis zu 140 °C mit minimaler Nullpunktverschiebung. Messbereich 0 bis 12 pH, Betrieb 0 bis 100 °C, Druck 4 bar, Anschluss VP oder P8, Temperaturfühler Pt1000 oder Pt100. Die 3253S hat zusätzlich einen Platinsensor, der als Lösungserdung Messfehler durch Erdpotentiale verhindert und zugleich als ORP-Elektrode dient.

IndSen 3250 und 3250S, für Biotech und Verfahrenstechnik

HA-Membran und vorgespannter Elektrolyt für Biotechnologie, Pharmazie und chemische Verfahrenstechnik, beständig gegen hohe Temperaturen und alkalische Lösungen. Messbereich 0 bis 14 pH, Betrieb 0 bis 100 °C, Sterilisation bis 130 °C, Druck 4 bar, Anschluss VP oder P8, Temperaturfühler optional. Die 3250S enthält den zusätzlichen Platinsensor für Lösungserdung und ORP.

IndSen 4800, 4800F und 4802, für raue Umgebungen

Lange Lebensdauer in oxidierenden Medien, stark sauren oder alkalischen Lösungen, sulfidhaltigen Medien und bei hohen Betriebsdrücken. Die stoßfeste 10-Grad-Flachmembran der 4802 hält feststoffhaltigen Strömungen besser stand.

MerkmalIndSen 4800IndSen 4800FIndSen 4802
pH-Bereich0 bis 14 pH
Temperatur0 bis 130 °C
Druck10 bar13 bar13 bar
BezugssystemPTFE-RingLanger DiffusionswegLanger Diffusionsweg
ElektrolytGelPolymerPolymer
MembranHA zylindrischHA kugelförmigHA, 10 Grad flach
AnschlussVP, P8 oder S3, Prozessanschluss PG13.5, Lösungserdung optional

IndSen 4260 und 4260F, für anspruchsvollste chemische Prozesse

Ausgelegt für hohe Temperaturen und Drücke, Lösungen geringer Ionenstärke, organische Lösungsmittel, Suspensionen, Emulsionen und proteinhaltige Lösungen, dabei besonders unempfindlich gegenüber Nitraten, Sulfaten und Carbonaten. Messbereich 0 bis 14 pH, 0 bis 130 °C, 10 bar bei der 4260 und 13 bar bei der 4260F, Bezugssystem mit langem Diffusionsweg, Diaphragma offen ×2 beziehungsweise Keramik und offen, hochtemperaturbeständiger Polymerelektrolyt, HA-Membran.

IndSen 812 und 822, für Umweltanwendungen

pH-Messung in Oberflächen- und Abwasser, 0 bis 14 pH, 0 bis 80 °C, 6 bar. Die 812 arbeitet mit Keramikdiaphragma und Ag+-Falle, die 822 mit PTFE-Ring, Doppeldiaphragma und Langzeit-Bezugssystem. Temperaturfühler wahlweise keiner, Pt1000, Pt100 oder NTC30k, Schaft 12 × 120 mm aus bleifreiem Glas.

IndSen 600 Serie, mit PPS-Gehäuse und 3/4-NPT-Gewinde

Für Oberflächenwasser, Abwasser und industrielle Abwässer, mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis der Baureihen. Das Gehäuse aus PPS (Polyphenylensulfid) ist hochtemperaturbeständig, hoch isolierend und in der Korrosionsbeständigkeit nahe an PTFE. Erhältlich als reine pH-Elektrode, als pH plus Temperatur und als pH plus Temperatur plus Erdungselektrode, mit festem Kabel oder als geteilte Ausführung mit P8-Anschluss und AP9-Verbindungskabel.

MerkmalIndSen 632 und 638IndSen 632P und 638PIndSen 622 und 628
pH-Bereich0 bis 14 pH
Temperatur0 bis 100 °C0 bis 100 °C0 bis 80 °C
Druck7 bar
BezugssystemLangzeit-Bezug und Zweitdiaphragma
DiaphragmaAußen PTFE-Ring und offen ×2, innen Keramik
ElektrolytAußen Polymer, innen Gel
Membran632: HA zylindrisch, 638: HA 8 Grad flachwie 632 und 638Herkömmliche Messmembran, kugelförmig
Empfohlener EinsatzEntschwefelung im Zwangsumlauf, raue chemische ProzesseEntschwefelung, hoher Druck und FeststoffanteilUmweltschutz und Wasseraufbereitung
Ausführung27 × 142 mm, 3/4-14 NPT, Lösungserdung optional als Platinstift

IndSen 500 Elektrodenhülsen

Industrielle PPS-Elektrodenhülse, hitze- und chemikalienbeständig. Sie schützt Glaselektroden im Prozess und verlängert deren Lebensdauer. Einsetzbar mit verschiedenen IndSen pH- und ORP-Elektroden für Eintauch- und Durchflussmessung, Maße 27 × 142 mm, Prozessanschluss 3/4-14 NPT oben und unten, Elektrodenaufnahme über PG13.5-Gewinde mit Dichtring.

Digitale pH-Elektroden und pH-Digitalmodule

Ein Digitalmodul lässt sich mit jeder IndSen Industrie-pH-Elektrode mit P8-Anschluss kombinieren, aus Glas oder im Kunststoffgehäuse. Alternativ gibt es die fest verbaute digitale pH-Elektrode. Lieferbar sind Modul und Elektrode einzeln oder als fertige Kombination.

  • Signalstabilität: Übertragung über weite Strecken, galvanisch getrennte Versorgung, Schutz vor Störungen aller Art.
  • Busbetrieb: Mehrpunktmessung und zentrale Anzeige sind möglich.
  • Kalibrierdaten im Modul gespeichert: Kalibrierung im Labor oder vor Ort, die Elektrode ist sofort einsatzbereit, auch über Messgerät oder Software.
  • Elektrode austauschbar, das Digitalmodul bleibt dauerhaft nutzbar.
  • Übertragungssignale je nach Modulausführung: RS485, 4 bis 20 mA und 0 bis 5 V, Schutzart IP67.

Redoxmessung im Prozess

Platin- und Goldelektroden bilden bei Lagerung und Einsatz eine dünne Oxidschicht oder verschmutzen, wodurch sich die Messfläche verändert. Eine makromolekulare Beschichtung schirmt die Oberfläche von der Umgebung ab. Die Elektrode spricht deutlich schneller an, die Messwerte sind nach etwa 2 Minuten stabil, und verschiedene ORP-Elektroden stimmen wesentlich besser überein.

MessflächeFormMessbereichTemperaturAnwendungen
PlatinStift, Membran oder Ring±2000 mV-10 bis 135 °CChromatreduktion, Nitritoxidation, Schwimmbad- und Trinkwasserdesinfektion
GoldStift, Membran oder Ring±2000 mV-10 bis 135 °CCyanidoxidation, Wasserdesinfektion
SilberKelch±2000 mV0 bis 80 °CTitration von Ionen, die mit Silber ausfallen

IndSen 316, 317 und 334, industrielle ORP-Einstabmessketten

MerkmalIndSen 316IndSen 317IndSen 334
Messbereich±2000 mV
Temperatur0 bis 100 °C0 bis 100 °C0 bis 130 °C
Druck6 bar6 bar10 bar
BezugssystemLangzeit-BezugLangzeit-BezugLanger Diffusionsweg
DiaphragmaKeramikKeramikoffen ×2
ElektrolytGel und ZweitdiaphragmaGel und ZweitdiaphragmaPolymer
MessflächePlatinring 6 × 3 mmGoldring 6 × 3 mmGoldring 6 × 3 mm
AnschlussS3, S8, P8 oder VP, Prozessanschluss PG13.5, Schaft 120 mm × 12 mm aus bleifreiem Glas

IndSen 206 und 207, Silberelektroden

Silberkelch-Elektroden für die Titration von Ionen, die mit Silber ausfallen, Messbereich ±2000 mV bei 0 bis 100 °C. Die 206 arbeitet mit 1M KNO3-Lösung und Ag+-Falle am S7-Anschluss, die 207 mit 1M KNO3-Gel und 3M KCl-Gel, Langzeit-Bezugssystem und Zweitdiaphragma bei 6 bar und den Anschlüssen S3, S8, P8 oder VP. Beide haben ein Keramikdiaphragma ×2 und einen Silberkelch von 6,6 × 6 mm.

Sie wollen einzelne Ionen messen statt pH oder Redox?

Die IndSen Serie umfasst auch ionenselektive Elektroden für 13 Ionen, darunter Nitrat, Ammonium, Fluorid, Chlorid und mehrere Schwermetalle. Sie arbeiten mit ultrafester PVC-, Festkörper- oder Einkristallmembran und sind digital oder analog erhältlich.

Anschlüsse, Kabel und Einbau

Die Endung der Elektrodenbezeichnung gibt die Kabellänge an, zum Beispiel Cab/3 für 3 m Kabel. Bei den Kabeln gilt dasselbe, zum Beispiel AS9/3 für 3 m.

ModellGewindeAnschlusskabelPolzahlKabellänge
Cabkein GewindeFestes Kabel an der Elektrode1 bis 15 m
S3PG13.5Festes Kabel an der Elektrode1 bis 15 m
S8PG13.5AS92-polig1 bis 15 m
P8PG13.5AP98-polig1 bis 15 m
VPPG13.5VP62- bis 6-polig1 bis 15 m

Für den Einbau stehen vier Varianten zur Verfügung: Einbau von oben, Einbau von der Seite, Durchflussmontage mit Zulauf und Ablauf sowie Eintauchmontage. Bei der Eintauchmontage sollten Sie regelmäßig auf Wassereintritt prüfen. Für einfache Reinigung und Wartung bauen Sie die Elektrode am besten im Bypass ein, dann lässt sie sich entnehmen, ohne den Prozess zu unterbrechen.

Einbauzeichnungen: Rohreinbau, Durchflussarmatur und Eintauchmontage

Welche Serie passt zu welcher Anwendung?

Diese Übersicht ist ein erster Anhaltspunkt. Die endgültige Auswahl hängt zusätzlich von Druck, Prozessanschluss, Kabelführung und den vorhandenen Messumformern ab.

AnwendungEmpfohlene SerienWarum
Oberflächenwasser und Kühlwasser912, 931, 812, 822, 600erVerschmutzungsarme Diaphragmen und robuste Gehäuse
Trink- und Reinwasser, geringe Ionenstärke915, 925, 919L-Membran mit niedriger Impedanz, Salzreserve gegen Drift
Messung bei tiefen Temperaturen917Gel III friert bei -30 °C nicht ein
Neutralisation und Industrieabwasser912, 931, 600erHA-Membran mit geringem Alkalifehler
Flusssäurehaltige Medien933HF-Glasmembran
Galvanik und hohe Temperaturen934PHY- oder HA-Membran bis 130 °C
Hoher Druck und viskose Medien941, 4800, 4802Vorgespanntes Gel, druckfeste Bauformen bis 13 bar
Biopharmazeutika, Upstream und Downstream405, 3250, 3253Sterilisierbar und autoklavierbar, 3253 bis 140 °C
Rauchgasneutralisation und Entschwefelung632, 638PPS-Gehäuse, druck- und schmutzbeständiges Bezugssystem
Feststoffhaltige Ströme4802, 638Stoß- und abriebfeste Flachmembran
Organische Lösungsmittel, Emulsionen, Proteine4260, 4260FHochtemperatur-Polymerelektrolyt mit offenem Diaphragma
Lebensmittel, Getränke und CIP3250, 3253, 934Beständig gegen Reinigungs- und Sterilisationszyklen
Mehrpunktmessung mit zentraler AnzeigepH-Digitalmodul und P8-ElektrodeRS485-Busbetrieb, Kalibrierdaten im Modul
Redoxmessung im Prozess316, 317, 334Platin- oder Goldring, bis 130 °C und 10 bar
Ionenmessung, zum Beispiel Nitrat oder Ammonium2071S, 2071M, 1121MUltrafeste PVC-, Festkörper- oder Einkristallmembran

Ihre Anwendung steht nicht in der Tabelle? Die pH-Überwachung im laufenden Prozess bringt viele Sonderfälle mit sich. Sprechen Sie uns an, wir passen die Elektrode für Sie an.

Häufige Fragen zu Industrie-Elektroden

Warum kann ich Industrie-Elektroden nicht direkt bestellen?

Jede Inline-Elektrode wird auf Ihre Messstelle abgestimmt: Glasmembran, Diaphragma, Bezugssystem, Elektrolyt, Schaftlänge, Prozessanschluss, Steckertyp, Kabellänge und Temperaturfühler ergeben sehr viele Kombinationen. Diese Vielfalt lässt sich nicht sinnvoll auf Lager legen. Deshalb fertigen wir auf Bestellung und erstellen Ihnen ein individuelles Angebot.

Welche Angaben brauchen wir für ein Angebot?

Hilfreich sind: das Medium und der erwartete pH-Bereich, Betriebs- und gegebenenfalls Sterilisationstemperatur, Betriebsdruck, der Prozessanschluss an der Armatur, die benötigte Kabellänge, der vorhandene Messumformer sowie die Frage, ob ein Temperaturfühler und eine Lösungserdung gebraucht werden. Wenn Sie unsicher sind, genügt eine kurze Beschreibung der Anlage, wir fragen den Rest gezielt nach.

Was ist der Unterschied zwischen Keramikdiaphragma, offenem Diaphragma und PTFE-Ring?

Ein Keramikdiaphragma lässt den Elektrolyten langsam und gleichmäßig austreten und eignet sich für saubere Medien wie Wasseraufbereitung und Kläranlagen, ist aber anfällig für Verschmutzung und Verstopfung. Ein offenes Diaphragma steht mit festem Polymerelektrolyt in unmittelbarem Kontakt zur Messlösung, ist verstopfungsfrei und wartungsfrei und passt zu stark verschmutzten Medien wie Lacken, Ölen und Suspensionen. Ein PTFE-Ring ist wasserabweisend, korrosions- und temperaturbeständig und wird für anhaftende oder ölhaltige Medien eingesetzt.

Wann brauche ich eine Lösungserdung?

Eine Lösungserdung verhindert Messfehler durch Erdpotentiale und elektrostatische Störungen. Sie ist besonders in Anlagen mit Rührwerken, Pumpen oder Kunststoffleitungen sinnvoll. Bei den Ausführungen 3250S und 3253S ist dafür ein zusätzlicher Platinsensor eingebaut, der gleichzeitig als ORP-Elektrode dient. Bei mehreren anderen Serien ist die Lösungserdung optional erhältlich.

Lohnt sich eine digitale Elektrode?

Digitale Elektroden lohnen sich, wenn das Signal über weite Strecken übertragen wird, wenn Sie mehrere Messstellen auf einer zentralen Anzeige zusammenführen wollen oder wenn die Kalibrierung im Labor statt vor Ort erfolgen soll. Die Kalibrierdaten liegen im Modul, die Elektrode ist nach dem Wechsel sofort einsatzbereit, und das Modul bleibt beim Elektrodentausch erhalten.

Beschreiben Sie uns Ihre Messstelle

Je mehr wir über die Messstelle wissen, desto genauer fällt die Empfehlung aus. Hilfreich sind: Medium und pH-Bereich, Betriebs- und Sterilisationstemperatur, Druck, Prozessanschluss, benötigte Kabellänge, vorhandener Messumformer und ob ein Temperaturfühler oder eine Lösungserdung gebraucht wird.

Apera Instruments (Europe) GmbH, Wilhelm-Muthmann-Straße 18, 42329 Wuppertal
Telefon +49 (0)202 51988998, E-Mail info@aperainst.de, Mo bis Fr von 8:30 bis 17:00 Uhr